Biographie

Vincenzo Neri ist seit der Spielzeit 2017/2018 Ensemblemitglied am Staatstheater Braunschweig. Dort gab er bereits wichtige Rollendebüts u.a. als Albert in WERTHER, Peter in HÄNSEL UND GRETEL und Boris in der Operette MOSKAU TSCHERJOMUSCHKI von Dmitri Schostakowitsch.

In dieser Spielzeit hat Vincenzo Neri an der Vlaamse Opera sein viel beachtetes Debüt als Heerrufer im LOHENGRIN unter der Leitung von Alejo Perez und der Regie von David Alden gegeben.

Am Staatstheater Braunschweig wird er in Neuproduktionen einige wichtige Rollendebüts geben: Marcello/ Schaunard in LA BOHÉME, Danilo in DIE LUSTIGE WITWE und Tadeusz in DIE PASSAGIERIN von Mieczysław Weinberg.

In Wiederaufnahmen wird er dort als Besenbinder in HÄNSEL UND GRETEL und als Boris in MOSKAU TSCHERJOMUSCHKI zu erleben sein.

Geboren 1992 als Kind einer deutschen Mutter und eines italienischen Vaters in Hamburg, sang er bereits im Alter von acht Jahren im Hamburger Knabenchor St. Nikolai. Als Knabensopran übernahm er bald erste solistische Aufgaben, wie z.B. am Hamburger Allee Theater, der Hamburgischen Staatsoper in Hans Werner Henze’s WE COME TO THE RIVER unter Ingo Metzmacher sowie als Erster Knabe in Mozarts DIE ZAUBERFLÖTE am Kieler Theater unter Georg Fritzsch.
Dem Hamburger Knabenchor St. Nikolai und seiner Leiterin Rosemarie Pritzkat ist er weiterhin eng verbunden. So sang Vincenzo Neri den Jesus in Bachs MATTHÄUS-PASSION und den PAULUS in Mendelssohns gleichnamigem Oratorium.

Seit dem Jahr 2010 wird Vincenzo Neri von Prof. Günter Binge unterrichtet. Er verhalf ihm auch sehr bald zu seinem ersten Engagement an der Hamburgischen Staatsoper. Als Mitglied des dortigen Internationalen Opernstudios erarbeitete sich Vincenzo Neri viele kleine und mittlere Partien, darunter u.a. Fiorello in IL BARBIERE DI SIVIGLIA, Silvano in UN BALLO IN MASCHERA, Dancaïro in CARMEN (Neuinszenierung), Graf Dominik in ARABELLA, Happy in LA FANCIULLA DEL WEST (Neuinszenierung) und L’Officier in DIALOGUES DE CARMELITES unter Simone Young. An der Staatsoper gab er im Alter von 22 Jahren sein sehr erfolgreiches Debüt als Belcore in L’ELISIR D’AMORE, als er kurzfristig für einen erkrankten Kollegen einsprang. In dieser Partie war er auch in der folgenden Spielzeit in Hamburg zu erleben.

Von 2015 bis 2017 folgte ein Engagement im Internationalen Opernstudio der Staatsoper Unter den Linden und Stipendiat der Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung.
Dort übernahm er unter anderem Partien wie Silvano in UN BALLO IN MASCHERA, Yamadori in MADAMA BUTTERFLY, Un Sergente degli Arcieri in MANON LESCAUT sowie Capitano dei Balestrieri in SIMONE BOCCANEGRA unter Daniel Barenboim.

Gastspiele führten Vincenzo Neri unter anderem mit einem Soloabend an das berühmte Opernhaus von Manaus in Brasilien.
Bei den Seefestspielen in Berlin sang er den Moralès in CARMEN in der Inszenierung von Volker Schlöndorff.
Im Sommer 2015 debütiert er als Ottokar in der Festspielproduktion DER FREISCHÜTZ in der Regie von KS Brigitte Fassbaender unter der Leitung von Georg Fritzsch, bei den Opernfestspielen in Jennersdorf.
In der Spielzeit 2015/16 gab Vincenzo Neri sein Debüt an der Vlaamse Opera als Phedros in Zemlinskys KÖNIG KANDAULES in der viel beachteten Inszenierung von Andrij Zholdak unter Leitung von Dmitri Jurowski.
Am Opernhaus Halle sang er in einer Neuinszenierung die Partie des Moralès in CARMEN.

2017 übernahm er an der Vlaamse Opera die Bariton-Partie in der Uraufführung von Chaya Czernowins INFINITE NOW. Diese Produktion wurde von der Opernwelt zur „Uraufführung des Jahres“ gekürt, mit der Vincenzo Neri auch am Staatstheater Mannheim und in der Pariser Philharmonie gastierte.
Sein erfolgreiches Debüt als Conte d’Almaviva in LE NOZZE DI FIGARO gab er im Sommer 2017 bei den Bregenzer Festspielen unter der Leitung von Hartmut Keil.

LOHENGRIN Heerrufer | Vlaamse Opera 2018 @Annemie Augustijns